
Hoch hinaus bei Krassolzheim
Inmitten sattgrüner Bäume und der ruhigen Natur steht er. Majestätisch ragt er an diesem wunderbaren Fleckchen Erde in die Höhe und nimmt einen mit über die Wipfel der umliegenden Bäume. Die Rede ist vom Andreas-Därr-Turm am Iffigheimer Berg bei Krassolzheim.
Wer einen atemberaubenden Blick über die Gegend erhaschen will und bei gutem Wetter sogar bis nach Würzburg, Rothenburg und Nürnberg schauen möchte, ist hier genau richtig. Autofahrer haben es jedoch schwer, liegt der Turm ja – wie eingangs beschrieben – inmitten der ruhigen Natur. Er ist über die ausgeschilderten Rundwanderwege „Wildschwein“ und „Reh“ erreichbar oder direkt von der Verbindungsstraße Krassolzheim – Nenzenheim, verbunden mit einem kleinen Fußmarsch.
Woher der Därr-Turm seinen Namen hat? Auf Initiative eines Nürnberger Oberlehrers, mit Namen Andreas Därr, erfolgte im März 1927 der Beschluss, einen neuen Turm zu errichten. Ein Nürnberger forciert einen Turm bei Krassolzheim? Nun ja, so halb. Denn Därr war nur ein „neigschmeckder“ Nürnberger, seine Kindheit und Jugend hatte er in Nenzenheim verbracht. Es waren wohl die Sehnsucht nach der Heimat und die Verbundenheit zur Natur, die ihn dazu antrieben, den Turmbau anzuregen. Nach der Grundsteinlegung fand die Einweihung bereits im September 1927 statt.
Der Aussichtsturm selbst ist bis zur Spitze 18,35 Meter hoch. 46 Stufen führen auf 9,35 Meter Höhe. Geöffnet ist er sonn- und feiertags jeweils von Karfreitag bis zum letzten Sonntag im Oktober von 13:00 bis 17:00 Uhr. Der Eintritt beträgt einen Euro für Erwachsene, Kinder sind frei. Verantwortlich für den Unterhalt ist der Steigerwaldklub Nenzenheim. Wer an einer Besichtigung interessiert ist und möglicherweise sogar eine geführte Wanderung rund um den Turm machen möchte, ist beim Steigerwaldklub Nenzenheim genau richtig. Unter der Telefonnummer 093628799 oder per E-Mail an die Adresse roland.daerr.de@gmail.com steht Roland Därr mit Rat und Tat zur Seite.
Der aufmerksame Leser hat es an dieser Stelle bereits entdeckt: Nicht nur der Name ist gleich, sondern auch die Herkunft und die Verbundenheit zur Natur. Allerdings ist Roland Därr nicht mit dem Namensgeber des Turms verwandt. Dennoch hat er sich mit den anderen Mitgliedern des Steigerwaldklubs verschrieben, den Turm zu pflegen. Die Namensübereinstimmung ist übrigens nicht der einzige interessante Fakt: Der Turm gehört dem Steigerwaldklub Nenzenheim. Allerdings steht er auf dem Grund der Gemeinde Seinsheim, die Gemarkung zählt jedoch zu Sugenheim.
Seit einiger Zeit hat der Turm auch eine eigene Internetpräsenz. „Wir haben einige Jüngere in unser Team geholt und die sind da echt kreativ. Für den 1. Mai haben sich beispielsweise schon mehr als 80 Menschen angekündigt, die unseren Turm besuchen wollen“, berichtet Roland Därr.










