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Vortrag "Wie weit ist's zum Mond? - Peter Kolb als Mitarbeiter bedeutender astronomischer Projekte um 1700"
In diesem Jahr wird in Neustadt an der Aisch der 300. Todestag des fränkischen Astronomen und Afrika-Forschers Peter Kolb (1675-1726) gefeiert, der bis zu seinem Tod als Rektor der hiesigen Lateinschule wirkte. Dazu soll im Juni eine Vortragsreihe in den Museen im Alten Schloss Kolbs
Leben und Wirken vorstellen. Am 30.06. spricht als dritter Referent Dr. Hans Gaab aus Fürth zum Thema "Wie weit ist's zum Mond? - Peter Kolb als Mitarbeiter bedeutender astronomischer Projekte um 1700". Ende des 17. Jahrhunderts war die Nürnberger Sternwarte die einzige größere Sternwarte in ganz Deutschland. Ihr Gründer Georg Christoph Eimmart öffnete sie für die gesamte Bevölkerung. Und er bildete Assistenten aus, die er in Mathematik, Astronomie und Vermessungskunst schulte – Peter Kolb war einer von ihnen. Solche Kenntnisse waren u. a. unentbehrlich für die kartographische Erfassung größerer Gebiete. Peter Kolb fand aber einen Mäzen, der ein ehrgeizigesastronomisches Projekt verfolgte. Der Baron von Krosigk schickte ihn ans Kap der Guten Hoffnung. Durch gleichzeitige Observationen von Berlin und vom Kap aus sollte u.a. der Abstand des Mondes von der Erde genauer bestimmt werden. Der durch zahlreiche Publikationen ausgewiesene Astronomiehistoriker Dr. Hans Gaab erzählt von Eimmarts Sternwarte und von Peter Kolbs Nürnberger Zeit, er stellt Krosigks Projekt vor und vergleicht Kolbs letztlich gescheiterte afrikanische Mission mit den späteren erfolgreichen Unternehmungen des französischen Astronomen Nicolas-Louis de Lacaille. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr in den Museen im Alten Schloss. Im Anschluss ist ein Umtrunk geplant, der Gelegenheit für Gespräche mit dem Referenten bietet.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

