Neuigkeiten aus Frankens Mehrregion
Gemeinsam für Natur und Gemeinschaft: Erfolgreiche Pflanzaktion des Mini-Wäldchens am Jobcenter
Bei strahlendem Frühlingswetter fand am vergangenen Samstag, 28.03.2026 die naturpädagogische Pflanzaktion für das Miniwildobstwäldchen am Jobcenter statt. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten sich aktiv an der Gestaltung dieses besonderen Projekts.
Unter den Mitwirkenden waren neben Landrat Dr. Christan von Dobschütz, Neustadts Bürgermeister Klaus Meier, Sparkassenvorstand Gunther Frautz und Mitglieder des Kreis-Klimaforums auch Bürgerinnen und Bürger, Mitarbeitende der Sparkasse im Landkreis, die Jugendfeuerwehr Neustadt a.d.Aisch, Schülerinnen und Schüler der Faire Trade/Nachhaltigkeitsgruppe des Friedrich-Alexander-Gymnasiums, Bewohnerinnen der AWO-Seniorenresidenz, Eltern und Kinder des Entdeckerkindergartens Schatzkiste sowie Mitarbeitende des Landratsamtes. Gemeinsam setzten sie ein starkes Zeichen für gelebten Umwelt- und Klimaschutz, sowie für einen gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die Pflanzaktion ist Teil eines innovativen Konzepts sogenannter „Tiny Food Forests“ – kleiner, dicht bepflanzter Wildobstwälder, die als multifunktionale Ökosysteme wirken. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität, verbessern das Mikroklima, speichern CO₂ und fördern zugleich das Naturbewusstsein in der Bevölkerung.
Im Rahmen der naturpädagogischen Ausrichtung durchliefen alle Teilnehmenden verschiedene Mitmach-Stationen: Nach einer fachlichen Pflanzeinweisung bastelten sie individuelle Baumschilder, holten das benötigte Material, pflanzten anschließend die jungen Bäumchen – unterstützt durch Mykorrhiza-Pilze – und sorgten durch Mulchen und gründliches Angießen (die Bewässerung übernahm die Jugendfeuerwehr Neustadt a.d.Aisch) für optimale Startbedingungen. Abschließend wurde das verwendete Material wieder aufgeräumt.
Insgesamt wurden auf der rund 250 m² großen Pflanzfläche vor dem Jobcenter 770 Wildobstbäume gepflanzt. Die Auswahl der Baumarten trägt gezielt zur ökologischen Vielfalt bei. Gepflanzt wurden unter anderem Elsbeere, Speierling, Gemeine Eberesche, Wildapfel, Wildbirne, Schlehe, Vogelkirsche, Esskastanie, Walnuss sowie Schwarzer Holunder und Weißdornarten.
Neben ökologischen Vorteilen steht insbesondere der pädagogische Ansatz im Mittelpunkt: Das Mini-Wäldchen soll künftig als „grünes Klassenzimmer“ dienen und Menschen aller Altersgruppen einen direkten Zugang zur Natur ermöglichen. Die gemeinsame Pflanzaktion bot dabei nicht nur praktische Einblicke in ökologische Zusammenhänge, sondern stärkte auch das Gemeinschaftsgefühl und die Identifikation mit dem Projekt.
Darüber hinaus ist geplant, den entstehenden Wald am Jobcenter in den kommenden Jahren barrierefrei zu gestalten. Ziel ist es, einen inklusiven Naherholungsraum zu schaffen, der für alle Menschen zugänglich ist und zur Begegnung, Erholung und Naturerfahrung einlädt.
