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Eng verbunden
Victoria Swank (Zweite von links) mit (von rechts) Museumsleiterin Dr. Karin Falkenberg, Ul- rich Herz und Friederike Enser an der Ölmühle des Freilandmuseums. Ihre weite Anreise zum Museum hat der Amerikanerin Victoria Swank in der Geländeausstellung anlässlich des 50. Jubiläums des Fördervereins eine Erwähnung eingebracht, die entsprechende Ausstel- lungstafel steht an der Ölmühle. Foto: Christine Berger
Mehr als 7.700 Kilometer trennen den Wohnort der Amerikanerin Victoria Swank in Alabama vom Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim. Eine Distanz, die sie nicht daran hindert, regelmäßig dort vorbeizuschauen. So sehr hat sie sich in das Museum verliebt, dass sie seit Jahren Mitglied des Fördervereins ist.
Sie war bereits beim Bierbrauen im Museum dabei und durfte die ehrenvolle Aufgabe der Hopfengabe übernehmen, hat sich dort mit der deutschen Schrift auseinandergesetzt und erst im vergangenen Sommer mit ihrem Ehemann die historischen Traktoren beim Oldtimer-Schlepper-Treffen bewundert. Es muss Anfang der 1980er Jahre gewesen sein, Victoria Swank vermutet kurz nach der Eröffnung des Museums 1982, als sie das Freilandmuseum kennenlernte. Ein guter Bekannter aus Deutschland machte die junge US-Soldatin mit dem Museum und insbesondere der Mühlentechnik vertraut. Seitdem fühlt sie sich der Mühle aus Unterschlauersbach im Museum besonders verbunden, traditionell führt sie der erste Weg zu dem stattlichen Gebäude.
Rund fünf Jahre war sie in Ansbach stationiert, später in der Nähe von Stuttgart, außerdem in Fürth. Immer wieder stattete sie dem Freilandmuseum einen Besuch ab, auch, als sie längst aus der Armee ausgeschieden war. Sie schätzt die besondere Stimmung im Museum, erzählte sie im Gespräch mit Museumsleiterin Dr. Karin Falkenberg, Ulrich Herz, dem Vorsitzenden des Fördervereins, und dessen Geschäftsführerin Friederike Enser bei ihrer jüngsten Stippvisite im Freilandmuseum. Anlässlich ihres mehrtägigen Besuchs in Bad Windsheim ließ sie es sich nicht nehmen, mehrfach im Museum vorbeizuschauen. Im Laufe der Jahrzehnte sei dieses zu einer Art Heimat geworden, sagte sie, deshalb trat sie auch dem Förderverein bei, dem sie über all die Jahre die Treue hält, trotz der räumlichen Distanz.
